|
Die studentische Hochschulgruppe WOW (Witzenhausen- Ortsnah-Weltweit) gründete sich im Herbst 1999 als Arbeitsgruppe des Fachschaftsrates mit einer gewissen Selbständigkeit. Anlass für die Gründung waren zum einen die bestehenden Missstände bei der Öffentlichkeitsarbeit des Fachbereichs 11 an der Universität Kassel, zum anderen die Schwierigkeit Informationen zu Studienmöglichkeiten im Ausland insbesondere in den Tropen und Subtropen zu bekommen.
Der Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, dem es an Offensivgeist und Herausstellung des Merkmals „ökologisch“ fehlte, wurde in den ersten Jahren zum Arbeitsschwerpunkt der ehrenamtlichen Gruppe. Zunächst konnte in enger Kooperation mit Herrn Dr. Bichler der Informationstag für Studieninteressierte neu gestaltet werden. Dabei oblag den Mitgliedern der Gruppe die Planung, Organisation und Durchführung, welches die Infotagbesucher ausdrücklich lobten. In diesem Kontext wurden außerdem Schulen in der Umgebung besucht um den Studiengang „Ökologische Landwirtschaft“ vorzustellen.
|
|
|
Zur Förderung des Austauschs von Studienerfahrungen im Ausland, wurden einige Heimkehrer aufgefordert Erfahrungsberichte für die WOW-Homepage zur Verfügung zu stellen, damit andere Studierende von diesen Erfahrungen profitieren können.
Die Gruppe versucht die Defizite in der Öffentlichkeitsarbeit aufzuzeigen und Lösungsvorschläge an das Dekanat des Fachbereichs heranzutragen. Dabei wurden in den vergangenen Jahren manche Vorschläge, wie z.B. die Neugestaltung der Fachbereichswebsite, schnell umgesetzt, andere, wie die Entwicklung eines Corporate Design oder die Verbesserung der Messeauftritte des Fachbereichs, erst nachdem sich auch Professoren dafür eingesetzt haben. Die Bedeutung eines aktiven Marketings für den Fachbereich scheint allerdings mittlerweile bei den Entscheidungsträgern des Fachbereichs angekommen zu sein, denn es wurde vor Kurzem eine halbe Stelle für das internationale Studierendenmarketing bereitgestellt.
Da die Außendarstellung durch die Mitglieder und ehemalige Studierende des Fachbereichs stattfindet, ist deren Identifikation mit dem Selbigen von entscheidender Bedeutung. Es ist daher ein Ziel von WOW die gemeinsame Identität von Studierenden und Universitätsbediensteten mit dem Standort zu fördern. Kleinere Aktionen wie die Durchführung eines „Brunch-Konzertes“ oder die Veranstaltung einer Diskussionsveranstaltung mit Erfahrungsberichten aus der Entwicklungszusammenarbeit in Kooperation mit dem Hochschulverband Witzenhausen sollten dazu beitragen dieses Ziel zu verwirklichen. Wichtig ist jedoch, dass sich bei den Studierenden eine Identifikation mit der Lernstätte in Witzenhausen, als Ort an dem fürs Leben und Berufsleben gelernt wurde, manifestiert. Unterstützend könnte sich die durch Anregung von WOW eingeführte neue Lernform „Projektwochen Ökologie“ zeigen. Hierbei lernen die Studierenden gleich zu Beginn des Studiums im ersten Semester neben der Auseinandersetzung mit Fragen der Agrarökologie in fachlicher Tiefe, sogenannte Schlüsselqualifikationen, wie das konstruktive und zielorientierte Arbeiten in einer Gruppe, das Anfertigen eines Berichtes und das Präsentieren der Ergebnisse im Plenum. Dieses Projekt mag zu einem nachhaltigen Lernen beitragen welches die Identifikation der Studierenden mit dem Standort Witzenhausen unterstützt. Die Professionalität des Arbeitens von WOW zeigt sich unter anderem auch inzwischen darin dass Projekte von WOW in Form von Projektarbeiten als Prüfungsleistung anerkannt werden.
Seit Gründung der Gruppe versteht WOW sich als eine Art „think tank“ oder Ideengeber, der bei den ersten Schritten der Umsetzung behilflich ist. Vor diesem Hintergrund schaut die Gruppe auf sieben Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurück und hofft auch zukünftig den Standort der Universität Kassel in Witzenhausen positiv beeinflussen zu können.
|